SWCP

Der South West Coast Path  ist der längste National Trail in Großbritannien, hat eine Länge von 1014 km und führt entlang der Küste von Devon und Cornwall von der Stadt Minehead nach Poole. Obwohl man es nicht erwarten würde, weist der Weg eine beträchtliche Zahl an Höhenmetern auf, nämlich über 35.000 Meter, was ungefähr der vierfachen Höhe des Mount Everest entspricht.

Und schnell lernt man die Karte ‚anders‘ zu lesen: man zählt zu Beginn der Etappe die kleinen blauen Streifen alias Bächlein und dann weiß man genau, wie oft man von seiner 60-300 Meter hohen Klippe hinunter- und wieder aufsteigen muss. Aber, und hier zitiere ich eine deutsche Wanderin, die ich vor Zennor getroffen habe: ‚Ein bisschen Quälen hat noch keinem geschadet!‘

Ich war von Land’s End nach Minehead unterwegs, bin also nur 412 km der Gesamtstrecke gewandert. Für mich waren die schönsten Etappen im Nachhinein Pendeen nach St. Ives. Der Weg ist hier sehr anspruchsvoll und eher eine Kletterei, dafür ist die Küste sehr dramatisch und naturbelassen. Und ich kann sicher sagen, dass ich sie während des Wanderns nur wegen der Aussicht super fand, das Laufen war SEHR anstrengend!

Viele deutsche Wanderer kamen mir an den ersten Tagen entgegen, aber auch Amerikaner und sehr, sehr viele Briten. Dass so viele Engländer wandern, wundert mich gar nicht, denn für sie ist jeder Tag ein toller Tag zum Wandern. Sie grüßen immer mit ‚What a lovely sunny/foggy/stormy/blowy/rainy/misty (je nach Wetter) day for a walk!‘ Nur einem Wandergegner bin ich hinter Bude begegnet, der mir klar machte, dass nur Idioten im Sturm ‚Aileen‘ an der Küste wandern (nachdem der Wind mich eine halbe Stunde später tatsächlich zwei Mal umgeblasen hat (also ich bin nur auf die Knie gefallen, ist aber auch schon doof), musste ich vernünftigerweise schließlich doch umdrehen und bei einem Chai Soya-Latte meinen Schock verdauen).

Absolut fantastisch fand ich Padstow, Port Isaac und Clovelly. Diese Dörfer sind Highlights! Zum Weg zwischen Instow und Braunton ist nur positiv anzumerken, dass es keine Steigung gibt; man läuft auf einer alten Bahnstrecke geradeaus auf Asphalt (was mir üble Blasen auf den Fußsohlen beschert hat 😡).

Ich habe nicht jede einzelne Etappe genau beschrieben, aber falls euch das interessiert, kann ich euch den Blog von ‚taluewalks‘ wärmstens empfehlen. Da ich für meine Mini-Beiträge am Handy Stunden brauche (vielen Dank an das tolle ‚Worterkennungs’programm…..NICHT), kann ich mir vorstellen, wie lang sie abends sitzt. Heraus kommen dabei hervorragende Texte bebildert mit fantastischen Fotos. Wir haben uns an meinem drittletzten Tag auf einem steil-abfallenden Pfad an einer Klippe getroffen und da sie bis Falmouth läuft, wird es noch ganz viele Beiträge geben.

Hier sind noch einige Bilder, die bisher nicht im Blog zu sehen waren.

 

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