Zu viele Sachen!?!

[English below]

Da ich ja schon einige Dinge sinnlos durch Schottland getragen habe und ich weiß, wie wichtig es für das Gemüt ist, nur das Nötigste auf dem Rücken zu haben, habe ich heute nochmal meine Ausrüstung kontrolliert.

Dazu habe ich alles, was ich mitnehmen will, zusammengesucht und festgestellt, dass da ein ziemlicher Haufen zusammenkommt. Deshalb packt man schweren Herzens aber vernünftigerweise nur ein, was man braucht.

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Natürlich gibt es Dinge, die man auf jeden Fall mitnehmen muss: Mein heißgeliebtes MRS Hubba NX , der „Raupen-Schlafsack“ (offiziell Cloudbreak) der Firma Marmot, die Therm-a-rest-Schlafunterlage, mein aufblasbares Kissen , ohne das ich nicht schlafen kann und die Wanderstecken.

Die „Klapp-Müslischale“, die „Spork“, eine Nalgene-Trinkflasche und die Thermosflasche von Edelrid verhindern das Verhungern und Verdursten. Einen Kocher hatte ich bisher noch nie auf meinen Wanderungen dabei und habe mich auch diesmal dagegen entschieden. Das heiße Wasser, das ich mir am letzten Pub, an dem ich vorbeikomme, einfüllen lasse, reicht locker, um mein Essen zuzubereiten. Das besteht aus Frühstücksbrei, den ich mit Mandelmilchpulver und Chia-Samen pimpe, und Couscous mit getrocknetem Gemüse und Gewürzen. Das „gute Essen“ wird bei jeder Gelegenheit gekauft und vor Ort gegessen (Brot, Hummus, frisches Obst und Gemüse). Ansonsten habe ich immer Nüsse und Apfelchips dabei .

Die meiste Kleidung, die ich dabei habe, trage ich am Körper (Wandersocken, Merino-Shirt, Weste, Wanderhose, Buff, Salomon-Trailrunners). Bei kaltem Wetter schlüpfe ich in mein langärmliges Merino-Shirt und in einen Fleece, Handschuhe und Wollmütze werden auch aufgesetzt. Und da es durchaus vorkommen kann, dass es in der Nacht sehr kalt ist, habe ich eine lange Merino-Leggins dabei. Mein „Luxusteil“ sind die Armstulpen, die eigentlich nur Radler benutzen. Aber gerade wenn man einen großen Rucksack trägt und die Sonne nicht weiß, ob sie scheinen will oder doch nicht, sind sie super. Man kann sie ganz einfach herunter- oder heraufziehen, ohne dass man stehenbleiben und den Rucksack ablegen muss. Kein „Luxusteil“ dagegen werden Regenhose und Regenjacke werden…obwohl, manchmal hat man auch in England Glück mit dem Wetter 🙂

Zum „Aufhübschen“ ist eine Dr. Bronner Seife im Gepäck (die kann alles, sogar Zähne sauber machen), eine Zahnbürste, ein Kamm und die gute Nivea-Gesichtscreme. Der kleine Tiegel rote Tigerbalsam ist mein ständiger Begleiter, gut für verspannten Nacken und schmerzende Muskeln. Das Erste-Hilfe-Set, eine Notfall-Decke und Medikamente dürfen auch nicht fehlen.

Natürlich kann ich mein Haus nicht ohne den Kindle verlassen, Handy und Fotoapparat sind auch dabei. Als „Ladegerät“ dient meine Solarzelle, die laut Testergebnissen sogar in England funktionieren soll 🙂

Einen wesentlichen Teil des Gewichts machen die Karten und Reiseführer aus. Bis zu meinem Start werde ich es auch über das Herz bringen, die „unwichtigen“ Seite herauszureißen und die Karten zuzuschneiden.

Dies alles wird in wasserfeste Ziploc-Beutel und Packsäcke gepackt und kommt in den für mich besten Rucksack der Welt (Deuter), der natürlich auch eine Regenhaube bekommt.

Und was kommt heraus, wenn man das auf die Waage stellt? Unter 10kg!                           In Anbetracht meines 22 kg-Rucksack auf der ersten Wandertour meines Lebens (2009, WHW, völlig unvorbereitet!) ist das lächerlich wenig.


Like most hikers I’m crazy about my gear. Well, it’s understandable in view of the fact that I’m dependent of every single item I carry or don’t carry. And: I already dragged to much useless weight through Scotland so I don’t want to haul it the whole way through Great Britain!!! 

Every time I pack „the best backpack of the world“ (Deuter), I have to decide if I need that specific item or if I just want it. 

What I definitley need: a tent, spleeping-bag, sleeping-mat, poles and a pillow (otherwise I wouldn’t get any sleep, what isn’t helpful during a long-distance-walk). 

I learned it the hard way that you must not carry to many clothes (still can’t believe I carried a pair of jeans on my first hike!). In addition to what I wear (trousers, „1000-miles-socks“, merino-shirt, vest and bandana) I have merino-longsleeves, a fleece-jumper, woolen hat and gloves in my backpack. Well, occasionally you need waterproof trousers and a rainjacket in England, so I’ll pack it – just in case 🙂

To fill my stomach I have a spork and a collapsible bowl, very handy to prepare porridge and couscous. I don’t take any cooking-equipment with me,  hot water in a flask is totally enough. Most landlords in pubs are happy to refill it and I’m happy to have a drink till the kettle boils – so it’s a win-win-situation for everyone!

Hygiene products are very basic: „one-for-all-soap“, a toothbrush, comb and face cream. That a first-aid-kit and a rescue-blanket is in my bag is out of question. 

For navigation I have the important parts of the guides and the maps (I haven’t had the heart to get rid of the „unnecessary“ pages, but I will!).

A mobile-phone, a camera and a solar cell for charging will keep me and you updated. And I won’t go anywhere without my kindle!!!!

And what does the scale show? It’s under 10kg, what is amazing for me, in light of the fact that I once carried 22 kg in 2009 on the WHW!!!!! 

 

4 Kommentare zu „Zu viele Sachen!?!

  1. Hallo Britta,

    unter 10 Kilo: Das ist nicht schlecht! Ich weiß, dass andere noch weniger schaffen, aber das geht dann klar auf Kosten der Bequemlichkeit. Auf einen Kocher könnten wir allerdings nicht verzichten: Der Kaffee am Morgen ist uns heilig!
    Du wirst deine Erfahrungen machen und wir sind schon gespannt auf deine Kommentare.
    Auch wir planen ein MSR-Zelt für unseren letzten zwei Etappen ein. Allerdings liebäugeln wir mit dem Carbon Reflex 3.
    Was die Navigation angeht: Wir nehmen mittlerweile gar keine Karten mehr mit und verlassen uns voll auf die OS-App. Das spart auch Gewicht!
    Viele Grüße und viel Spaß bei der weiteren Planung
    Steffi vom LECW-blog

    Gefällt 1 Person

    1. Hey! Es ging definitiv noch weniger, es gibt inzwischen ein Einmannzelt mit 500 Gramm, meins wiegt 1,2 kg!!! Aber ich bin 1,81m und deswegen ist das Rucksackgewicht für mich in Ordnung so.
      Die App werde ich mir gleich mal ansehen 🙂
      Danke!!!!!

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  2. Hallo Britta,
    auf unter 10 Kilo käme ich nie. Könnte mir ein superleichtes Zelt gar nicht leisten bzw bin mit meinem sehr zufrieden. Bin auch groß und breit und brauche etwas Platz im Zelt um keine Panik zu bekommen. Das mit den Armstulpen ist eine prima Idee! Du klingst auf jeden Fall super vorbereitet und ich werde mir deinen Blog später mal ganz durchlesen. Bin auf jeden Fall sehr gespannt!!!
    Alles Gute,
    Katrin

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Katrin,
      ja, das Zelt war echt teuer und bietet zudem außer des Gewichts keinen Komfort. Da auch ich groß bin (1,81) passt nicht mal der Rucksack ins Zelt und muss eingepackt in Tüten in der Apsis übernachten.
      Ich mag es nicht, wenn ich andauernd stehen bleiben muss, wenn das Wetter sich ändert, deswegen sind meine Armstulpen göttlich!
      Ich freue mich sehr auf deine Beiträge, weiterhin viel Spaß auf dem SWCP.
      Grüße,
      Britta

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