Colleges in Cambridge

Heute hab ich so viele interessante Sachen erfahren!

Wo das? Auf einer Walking Tour namens ‚King’s College and Backs‘

Dank der Nebensaison waren es nur vier Teilnehmer und so war das ein ganz angenehmer Spaziergang.

Ich wusste fast nichts über Cambridge und selbst das, was ich wusste, war nicht ganz richtig 😂

Zuerst mal zum Geschichtlichen

Wie der Name schon sagt, war hier früher eine Brücke über den Cam; die Römer haben sie gebaut. Danach kamen die Saxen, die den Markt aufgebaut haben, dann die plündernden Wikinger und schließlich die Universitäten. Stewart, der Stadt Führer sagte, dass die Städter niemanden leiden konnten.

Vor allem die Colleges haben sich einige Rechte herausgenommen, die heute sehr konservativ anmuten.

Zum Beispiel durfte der Bahnhof nicht näher als 1,5 Meilen an das Szadtzentrum herangebaut werden, da man befürchtete, die Studenten werden durch Wochenendausflüge nach London abgelenkt. Und selbst dann sollten keine Züge am Samstag oder Sonntag fahren. Sie haben immer ihren Willen bekommen.

Was erklärt, dass ich so EWIG vom Hostel in die Innenstadt laufen muss.

Colleges of Cambridge

Das King’s College wurde von mehreren Königen gebaut und ist zumindest vom Areal her das größte hier in der Stadt.

Besonders die Chapel sticht mit Größe und Pracht ins Auge.

Daneben gibt es noch das reichste College, Trinity, auf dem Prinz Charles war.

Hier tragen sogar die Pförtner schicke Kleidung, einfach weil man es sich leisten kann

Auch das St John’s College ist sehr angesehen.

Was ich nicht wusste, ist, dass diese Colleges nicht primär für die Bildung zuständig sind. Alle Vorlesungen und Seminare werden an der Universität von Cambridge abgehalten. Hier sitzen die Studenten aller Colleges in den Seminaren. Man kann das mit den Vereinigten Staaten von Amerika vergleichen. Jedes College hat eigene Regeln, aber alle 32 zusammen sind die Universität von Cambridge..

Die Colleges kümmern sich um Wohnen und Leben, aber haben auch Tutoren für jedes Fach. So müssen die Studenten das in der Uni Gelernte nochmals mit dem Tutor wiederholen, dazu kommen noch verpflichtende Lernzeiten. Sie sind also den ganzen Tag gut beschäftigt.

Sport spielt auch eine große Rolle, es wird großen Wert darauf gelegt.

Nebenjobs brauchen diese Studenten übrigens nicht, denn hier sind nur die Kinder der Superreichen.

12 Kommentare zu „Colleges in Cambridge

  1. Durftest du im King’s College fotografieren? Unser „Bewacher“ vor dem Evensong hat das untersagt. Er war überhaupt sehr humorlos 😀 aber so hatten wir in der Schlange während der langen Wartezeit wenigstens ein Gesprächsthema 😉.
    A propos superreich: eine Bekannte (lebt in der Schweiz) hat mir gerade vor 2 Tagen geschrieben, dass man jetzt für ein Medizinstudium in Cambridge round about 410.000 Pfund bezahlen muss. Wahnsinn!!! Der Brexit führt dazu, dass die reinen Studiengebühren nächstes Jahr von 40.000 auf 70.000 Pfund pro Jahr angehoben werden. Und einigen Medizinstudenten wurde schon gesagt, dass sie nach dem Ableisten ihres „Anerkennungsjahres“ (in dem sie natürlich wenig verdienen) dann vermutlich England verlassen müssen. Prost Brexit 😡
    In welchem Zimmer warst du denn im Hostel? Ich war in 210 unter dem Dach.
    Das war übrigens der Ort, wo mir eine Neuseeländerin verkündet hat, dass die EU „old-fashioned“ ist und England lieber wieder mit dem modernen Commonwealth handeln sollte 😂
    Liebe Grüße!

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    1. Zimmer 210, Bett 1 😀 Sehr nett hier, inzwischen auch warm.
      Ich hatte eine Führung im King’s College, unter Tags darf man da fotografieren. Nur während des Evensongs nicht.
      Das ist schon SEHR elitär hier 😬😯 Ich glaube, wenn man so nicht aufgewachsen ist, fühlt man sich nicht wohl hier. Mich würde es interessieren, wie sich die scholarship-Leute hier einleben?!?
      Im Hot Numbers – Café hab ich eine Unterhaltung neben mir über politische Theorien mitgehört…..die sind hier wirklich etwas abgehoben!!! 😯

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      1. Ich war Bett 5 – glaube ich. Fand die Straße bei offenem Fenster SEHR laut (trotz Ohrstöpsel), aber mit geschlossenem Fenster hält man es dort nicht aus… Dass man während des laufenden Evensongs nicht fotografieren darf ist klar. Aber vorher und nachher…???
        Einige Gegenden sind sehr elitär, ja. Aber dieses Mal war ich auch in einigen alternativen Vierteln. Grundsätzlich fühle ich mich in Cambridge sehr wohl. Viel besser als in Oxford. Ist halt mein Gateway nach East Anglia (und ich bin sehr froh, dass die Züge schon seit mehreren Jahrzehnten auch am Wochenende Richtung London fahren 😂).

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  2. „Nebenjobs brauchen diese Studenten übrigens nicht, denn hier sind nur die Kinder der Superreichen.“ – Die Studiengebühren für britische und EU-Studenten sind eigentlich, soweit ich weiß, für alle Unis gleich, also derzeit knapp über 9000 Pfund pro Jahr. (https://www.undergraduate.study.cam.ac.uk/fees-and-finance) Nicht-EU-Studenten zahlen mehr.
    Also muss man für Oxbridge nicht reicher sein als für andere Unis (nur entweder wohlhabend oder bereit, sich richtig fein zu verschulden). Das Problem ist eher, dass die Public Schools (also die Privatschulen) ihre Schüler oft besser auf die Vorstellungsgespräche vorbereiten als die staatlichen Schulen. Und dass Schüler von staatlichen Schulen sich einfach nicht trauen, sich in Oxford oder Cambridge zu bewerben. Ich kenne hier in Oxford aber mehrere Alumni und Studenten, die ganz eindeutig NICHT superreich sind, aber duch gute Leistungen und hervorragende Vorbereitung an ihrer Schule hier hergekommen sind. Wenn du in Oxford bist, könnte ich dir ein paar nette Cafés zeigen? 🙂

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    1. Das sind die Kosten für die Uni; die Colleges wollen auch noch Geld haben 😯

      Ich bin gerade in Oxford und der Stadtführer sagte gestern, dass es für Kinder aus bildungsfernen Schichten sogar ‚billiger‘ sei, in Oxford zu studieren, da sie hier viele Vergünstigungen bekommen.
      Naja….Aber dennoch glaube ich, dass man im Trinity oder St John’s in Cambridge sehr wenig ’normale‘ Studenten findet 😉

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      1. …Und meine Infos hatte ich natürlich von einer amerikanischen Schweizerin. Das ist dann halt nicht mehr EU. Keine Ahnung, warum das dann nächstes Jahr von 40.000 auf 70.000 Pfund steigen soll, wo doch die Schweiz (oder auch Amerika) nichts mit dem Brexit zu tun haben…

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  3. Nö, Brexit nicht, aber die Studenten von außerhalb der EU sind eine hervorragende Einnahmequelle ohne unnötige Beschränkung auf 9000 Pfund pro Jahr! 🙂

    Preiserhöhungen muss man doch nicht erläutern oder rechtfertigen. Die Staatsbürgerschaft wird hier auch pro Jahr um 100 bis 300 Pfund teurer. Because they can… 🙂

    Zu den zusätzlichen Gebühren pro College muss ich mal meine Freundin befragen, die als Undergraduate in Oxford war und ihren PhD in Cambridge gemacht hat. Und nicht superreich ist. Mehr das Gegenteil. Das klingt ja fies, zweimal zur Kasse gebeten zu werden!

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    1. Naja, dort wohnt man ja und bekommt Lernbetreuung. Dafür muss man wohl bezahlen 😀😉

      Bitte frag mal deine Freundin, das ist echt ein interessantes Thema. Der Guide in Cambridge hat gesagt, dass man mit ab 3000£ im Monat dabei ist. Aber ob das stimmt?????

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      1. Nuja, wohnen muss man auch in Flensburg oder Exeter. Kann schon sein, dass die Studentenwohnheime in Cambridge auch teurer sind als anderswo und Gebühren für Tutoren usw. auch. Das Leben in GB ist generell teuer, Oxbridge wahrscheinlich noch etwas schlimmer – so wie Studieren in Hamburg oder München elend teuer ist, was die Lebenshaltungskosten, Miete usw. angeht.

        Als ich hier noch ganz neu war, hab ich noch einiges in D-Mark umgerechnet. Ich weiß noch, wie beeindruckt ich war: 3 DM für eine Paprika?? 12 DM für neun Rollen Klopapier?? Wtf???

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