Burns supper

Robert Burns ist DER schottische Dichter. Er gehört zu Schottland wie Dudelsack, Haggis und Whisky. Deswegen gibt es einen Tag im Jahr, an dem man all dies kombiniert und zum Burns Supper lädt.

Da ich ja eine schottische Lady bin, empfinde ich es als meine Pflicht, ein solches Abendessen zu veranstalten😁😂😋

Vor drei Jahren war sogar ein ‚echter Schotte anwesend, der den Haggis präsentierte.

Der Ablauf ist streng geregelt, wer, wann, welche Gedichte vorliest und Reden hält. So streng handhabe ich es aber nicht, wir essen lediglich die traditionellen Gerichte.

Vorspeise: Scottish broth (vegan)

Dafür schneidet man Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Sellerie, Möhren und Wirsing klein, dünstet alles kurz in Olivenöl an, giest mit Wasser auf und lässt alles köcheln. Die typischste Zutat, die Gerstenkörner, habe ich extra gekocht und dazugeben, als sie bissfest waren. Abgeschmeckt wird das Ganze mit Salz, Pfeffer, Kurkuma, Muskat, Curry, Paprike und Petersilie.

Hauptgericht: Haggis, neeps and tatties

Den Haggis habe ich online bestellt, den echten und den vegetarischen/veganen auch.

Dazu wird Kartoffelpüree und Steckrübenstampf gereicht. Die Schotten übergießen den Haggis vor dem Essen mit etwas Whisky.

Während des Servierens wird ‚Adress to a Haggis vorgelesen und wenn die Strophe, in der der Haggis erstochen wird, kommt, sticht man theatralisch mit einem riesigen Messer in den Haggis.

Nachspeise: Cranachan

Die Nachspeise besteht aus Himbeeren, einer Creme und Knuspermüsli. Die gefrorenen Himbeeren werden aufgetaut und mit Puderzucker/Agarvensirup gemischt. Die Haferflocken röstet man in der Pfanne. Und die Creme besteht aus Sahne, Whisky und Mascarpone oder Mandeljoghurt und Apro Quark. Die drei Komponenten schichtet man abwechselnd in eine Schüssel. Leider habe ich kein Foto von den tollen Schichten in der Glasschüssel. So sieht es dann nach dem Schöpfen aus – auch schön 😁

The day after

Und am nächsten Tag kann die Reste wunderbar aufwärmen 😁😂

5 Kommentare zu „Burns supper

  1. Hallo Britta,
    das ist cool, da wär‘ ich echt gern dabei gewesen! Wie fanden deine Gäste denn den „echten“ Haggis? 🙂 Also, ich mag ihn! Der ist gar nicht so weit entfernt von der westfälischen Stippgrütze, die es früher bei Oma gab … Den Pudding kannte ich hingegen noch gar nicht. Erinnert ein wenig an Eaton Mess, sieht aber besser aus!

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    1. Hallo! Ich hätte euch auch gerne dabei gehabt. Vielleicht bekommen wir ja mal ein gemeinsames Haggis-Essen hin?
      Die Gäste mochten den ‚echten‘ Haggis, aber zwei von drei wussten schon, worauf sie sich einlassen 😉 Die Nachspeise ist tatsächlich dem Eaton Mess sehr ähnlich; ich hätte auch kleine Baiser zum Drüberstreuen da 😊

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  2. Eine Lady, hast du einen „plot“ in Glencoe erworben? Mein einer Bruder ist auch ein Lord, ein Lord of Kerry. Hast du deine Ländereien schon mal besucht?
    Als ich in Schottland war mochte ich Haggis gerne, aber jetzt bin ich ja Vegetarier. Der Nachtisch hört sich superlecker an! Das Rezept werde ich mir „abkupfern“.

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    1. Ich habe zwei ‚plots‘ vor Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen. Und im Oktober 2017 habe ich die Grundstücke besucht 😀 Ich such am PC mal den Blog-Artikel heraus und mach eine Verlinkung.
      Der vegetarische Haggis ist sehr zu empfehlen, schlecht richtig gut.

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