Arabische Nacht

Ich stehe dazu: I love musicals!!!!

Schon im Alter von 10 Jahren durfte ich mit Opa&Oma bei einer Tagesfahrt nach Stuttgart das Musical ‚Die Schöne und das Biest‘ sehen. Als Kind wirkt diese Welt noch viel magischer und so hat es mich sofort verzaubert.

Es folgten Miss Saigon, Tanz der Vampire (3x), Phantom der Oper (3×, nie war es die Andrew Lloyd Weber-Version), Mama Mia, Starlight Express, Tarzan (3x), West Side Story (2x), König der Löwen (3x) und als eine der wenigen habe ich tatsächlich in London ‚Viva Forever‘, das Musical mit den Spicegirls-Liedern, gesehen. Es lief nur 3 Monate, was etwas über die Qualität aussagt 😉

Wieso habe ich einzelne Musicals so oft gesehen?

Naja, einmal privat und dann mit diversen mehr oder weniger begeisterten Schülergruppen auf Klassen- oder Musicalfahrten.

Wie war Aladdin?

Es war super!!!! Es stand auf meiner Wunschliste nie ganz oben, aber ich bin froh, dass sich die Gelegenheit ergab.

Bühnenbild, Choreografie, Tänzer, Sänger und vor allem die mitreißende Swing-Musik begeisterten das Publikum.

Es läuft noch bis Februar in Hamburg und danach in Stuttgart.

Also: Vorhang auf!!!

www.brittahistorisiert.de

[English version below]

Heute, am 11.11. um 11 Uhr vor 100 Jahren schwiegen die Waffen…

Nach vier Jahren Krieg hatte das sinnlose Morden des Ersten Weltkriegs endlich ein Ende.

Heute ist der Tag, an dem viele Menschen in England, Frankreich, Russland und Deutschland (und vielen anderen Ländern) den Millionen gefallenen Soldaten gedenken.

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema, habe Museen und Gedenkstätten in England, Frankreich und Belgien besucht. Egal wie viel man über diesen Krieg liest, die Fassungslosigkeit ob der Sinnlosigkeit des Geschehens bleibt so groß wie am ersten Tag.

Ich kann es nur jedem empfehlen, folgende Orte zu besuchen:

VERDUN

Nirgends hat diese ‚Urkatastrophe unseres Jahrhunderts‘ die Landschaft so dauerhaft geprägt wie hier. Egal wohin man blickt, sieht man die inzwischen von Gras überwachsenen Granatenkrater und die Vertiefungen ehemaliger Schützengräben. Sowohl das hart umkämpfte Fort Douaumont als auch das Fort Vaux sind heute zugänglich und ein beeindruckender Audio-Visio-Guide erläutert eindrücklich den Kampf um und das Leben in den Forts.

Im ‚Gebeinhaus‘ wird der vielen Toten gedacht und ein Dokumentationsfilm im Keller macht das Kampfgeschehen noch deutlicher.

Für mich der bedrückendste Ort ist der Bajonettgraben. Hier wurden Soldaten genau in dem Moment verschüttet, nachdem sie das Bajonett aufpflanzten und angreifen wollten. Noch immer bilden die aus dem Boden schauenden Bajonette ein Mahnmal des Grauens.

Eine besondere Reise war 2015, als ich diesen Ort ca 30 Schülern und 5 Kollegen zeigen durfte. Auf freiwilliger Basis waren wir außerhalb der Schulzeit am Wochenende unterwegs – ein Zeichen, dass sich Jugendliche durchaus für Geschichte interessieren!

YPERN

‚In Flanders fields the poppies blow…‘ lautet die erste Zeile eines englischen Gedichts. Britische Soldaten kämpften hier an der Seite ihrer französischen Allierten, trotzten dem Regen und Schlamm, hielten tapfer durch bis im Entscheidungsjahr 1917 die Amerikaner kriegsentscheidend in den europäischen Krieg eingriffen. Noch heute spricht man vom „Great War“, denn so etwas hat Europa vorher noch nie gesehen.

In der Stadt selbst ist der Krieg auch 100 Jahre später noch präsent: Jeden Abend wird der Zapfenstreich geblasen und es kommen Angehörige aus der ganzen Welt, um einen Kranz niederzulegen.

Das Museum ‚In Flanders Fields‘ ist eins der besten, das ich zu dem Thema gesehen habe. Die (mediale) Aufbereitung ist gigantisch und kein Besucher verlässt es unberührt. Besonders ist, dass alle Seiten gleichwertig dargestellt werden, ohne undifferenziert zu urteilen.

Als ich hier im Jahre 2014 mit meiner Schwester war, haben wir in einer Datenbank ‚Alois Fischer‘ aus Osterzell entdeckt. Recherchen ergaben, dass das mein Großgroßonkel war, Namensgeber meines Großvaters. Ein Gänsehautmoment, dass er so weit entfernt von seiner Heimat nach vier Jahren an der Front nur zwei Monate vor Kriegsende den Tod fand. Das gibt einem zu denken!

LONDON

Das Imperial War Museum hat im Jahr 2015 eine neue Dauerausstellung eröffnet und das Interesse war während der ersten Monate so groß, dass sich am Eingang lange Schlangen bildeten. Absolut kurzweilig wird man durch die vier Kriegsjahre geleitet. Aber es wäre nicht das IWM, wenn es nicht Partei für die eigene Nation ergreifen würde. Als Deutsche hatte ich pausenlos das Gefühl, mich entschuldigen zu müssen.

Für mich persönlich war es besonders schön, vergangenes Jahr während des Rememberance Days in Großbritannien zu sein. Das Volk hält das Andenken an die Soldaten immer noch hoch, sei es durch Installationen, dem überall gegenwärtigen Poppy-Verkaufs, gemeinsamen Frühstücksveranstaltungen, Spendensammlungen und Dokumentationen.

11th of November, 1918, 11 o’clock, the battlefields fell silent….and the Great War was finally over!

Since 2014 I was visiting many places, museums and former battlefields to get a clue of what happend 100 years ago. Why went things so wrong? Why was nobody stopping it earlier? With these questions in mind I tried to find an answer.

I didn´t find one, neither in Verdun nor in Ypern. Both places made me speechless, sad and angry in the same time. I´m lost for words when it comes to express my feelings properly. There are so many emotions, there is so much going on in your head while you walk along the graves in Verdun….

What I really like is that people in the UK are willing to remember the tragedy every single year! The Rememberance Day is a fixed date with many events taking place.

Last year I had the honour to be in Scotland in November. Of course I bought my poppy-pin and wore it with proud. The art installations at the Scots monument were impressing and the pictures I saw from this year´s events are even better. One church for example wove a net of as many poppis as there were dead soldiers. Or Ypern was asking for chairs from all places in the world who suffered losses in Belgium in WW1, to become part of a larger installation symbolising this immense loss. The significance also being that these chairs will make the same journey that was made in 1914-1918 by the people from that country, and, like those who were lost, they too will remain in Belgium.

It´s important for the future generations to commemorate so that never happens again.

Bildergebnis für In Flanders fields

Bernsteinsuche in Juliusruh

Auf, auf….nach Juliusruh!

Denn hier muss man Bernstein laut diversen Facebookposts nicht ’suchen‘ sondern lediglich ’sammeln‘.

Was soll ich sagen? Zu blöd zum Suchen und auch zum Sammeln!!!!

Trotzdem ist es ein toller Strand…

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..der nicht so lang genossen werden konnte, da ich vor lauter Bernsteinsuchen von einer Welle überrascht wurde und bis Mitte Schienbein im Wasser stand 😕🤦‍♀️🤣

Nationalpark Jasmund

Endlich haben wir es mal hierher geschafft!!!

Ein Besuch des Königstuhls, den berühmten Kreidefelsen, steht auf jeder Rügenbesucherliste ganz oben. Wir waren heute das erste Mal dort…

…und ganz begeistert!

Allein der Weg vom Parkplatz Hagen durch den Buchenwald zum Besucherzentrum ist ein Erlebnis.

Dort angekommen erfährt man in einer medial super aufbereiteten Ausstellung alles über die Entstehung des Nationalparks.

Los geht es mit einem Kinofilm, indem man viel Interessantes über den Buchenwald an sich erfährt. Die Gletscher haben vor zig Tausend Jahren das Gebiet geformt und einen Wald voller Buchen zurückgelassen, der in Europa nur an wenigen Orten noch zu sehen ist.

Bevor es in die Ausstellung geht, kann man zwischen vier verschiedenen Führungsvarianten wählen: Romantik, Neugier, Abenteuer oder Kinder. Dann lotst der Audioguide einen durch die abwechslungsreiche und kurzweilige Ausstellung.

Zum Schluss kommt schließlich der Blick von der Aussichtsterrasse. Wunderschön 😀

Brittawalkt: Rügenbrückenlauf

Die Rügenbrücke war bisher immer das Zeichen, dass man auf der Urlaubsinsel angekommen ist. Nun wohnen wir zwar hier, aber es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn man mit dem Auto darüberbraust.

Noch besser ist es allerdings, darüber zu laufen oder zu walken. Und das kann man genau ein Mal pro Jahr machen: beim Rügenbrückenlauf.

Eh klar, dass wir dieses Jahr dabei sein wollten. Da meine Jogging-Sperre immer noch stark ausgeprägt ist, habe ich mich sehr über die beiden angebotenen Walking-Strecken gefreut. Da ich hin- und zurücklaufen wollte, hab ich mich für die 12km angemeldet. Bei der 6km-Strecke darf man nur einmal.

Die Anreise an sich musste gut geplant werden, da die Brücke ab 8.45 Uhr gesperrt war. Und so fuhr ich beteits gegen 8 Uhr über das Bauwerk, suchte einen Parkplatz und holte am Ozeaneum meine Startnummer ab. Das Wetter war gut, das sollte leider nicht so bleiben.

Nun hatte ich noch bis 11.40 Uhr Zeit, denn vorher wurden zeitversetzt Marathon, Halbmarathon und das 12km-Gerenne gestartet. Aber Stralsund ist wunderschön, da wird es nicht langweilig: tolle Häuser, tollere Gorch Fock 😊

Frühstücks-Smoothie-Bowl gibt es auch:

Fast 350 Menschen haben sich zum 12km-Walken angemeldet.

Die Stimmung war trotz des einsetzenden Nieselregens prima, alle freuten sich, über die Brücke zu laufen und viele Fotos wurden geschossen.

Mein Grobziel war, unter 2h zu bleiben und das hab ich auch geschafft.

Nächstes Jahr bin ich sicher wieder dabei 😀

Ferien-Woche

Was man nicht alles in den Ferien machen möchte?!?!

Wir mussten in der Wohnung noch ein paar Dinge umräumen. Dafür auch noch einiges bei IKEA einkaufen, der im 2h entfernten Rostock ist. Dann warteten da ja noch drei Aufsatz-Schulagaben auf dem Schreibtisch auf die Korrektur. Der Schreibtisch steht in einem Arbeitszimmer, das dringend sortiert und aufgeräumt werden muss; also nur die Deutsch- und Geschichtssachen (Mathe&Physik liegt immer ordentlich in den Regalen). Die Idee, den Adventskalender aus gefüllten, selbstgestrickten Socken zu kreieren, ist auch kein Selbstläufer.

‚Geschafft‘ habe ich längst nicht alles.

Wie denn auch, wenn die Sonne jeden Tag scheint und es nur wenige Schritte zum Strand sind????

IKEA-Ausflug mit veganer Hotdog-Belohnung, als alles im Auto war.

Strandspaziergang mit der Familie einer Kollegin

Korrektur im unaufgeräumten Arbeitszimmer; der Kater schaut von seinem Schlafplatz herunter 😉

Nur noch 20 Socken (plus Vernähen) 😶

Cookies gebacken 😋

Es war eine tolle Woche! Ich freu mich schon auf die nächsten Ferien 😁😀😁😀😁😆

Erster Ferientag: Kap Arkona

Wenn die Sonne einem beim Aufwachen auf die Nasenspitze scheint, werden alle Pläne über den Haufen geworfen. Anstatt die Wohnung aufzuräumen, zu waschen, zu bügeln, Klassenarbeiten zu korrigieren…springen wir ins Auto und fahren gen Norden. Schließlich sind ja Ferien!!!!

Nach knapp einer Stunde stellen wir das Auto am Parkplatz vom Kap Arkona ab und laufen über Putgarten nach Vitt und schließlich zu den Leuchttürmen.

Zufällig ist der Kap Arkona-Lauf heute und so kommen uns viele Läufer entgegen oder überholen uns auf dem ‚Hohen Deichweg‘.

Seht selber, wie herrlich es war:

Ganz begeistert war ich von dem Englischen Cafe in Putgarten. Hier gibt es nicht nur Leckereien von der Insel, sondern auch Souvenirs aus Harris Tweed. Genial 😊😊😊😊

Nur der Strandkorb passt nicht ganz ins Ambiente, ist aber trotzdem toll:

Insel-Leben

Die Zeit verfliegt geradezu! Die Wochentage verstreichen genauso schnell wie die Wochenenden; es gibt immer was zu tun und so viel zu entdecken!

Wohnung: Es wird, es wird 😀

Vor zwei Wochen haben wir endlich unseren Kellerschlüssel bekommen. Die diversen Kommunikationen mit Vermieter und Verwalter hatten etwas Tragischkomisches an sich und es ist mir nach wie vor nicht ganz klar, warum das Nachmachen eines Schlüssel vier Monate dauert….aber nun ist der kleine silberne Schatz in unserem Besitz.

Letzten Mittwoch kam das (lang ersehnte) Sofa an (3 Wochen früher als erwartet 😀) und das Möbelrücken ging wieder los. Beim Einzug haben wir einige Dinge ‚mal so stehenlassen‘, um zu sehen, ob es praxistauglich ist. War es nicht, also wieder ausräumen und schieben. Das Arbeitszimmer ist nun nicht mehr mit Regalen vollgestopft, hat dafür einen gemütlichen Sessel bekommen. Für die Katzen gab es einen neuen Kratzbaum als Aufstiegshilfe für ihren Schlafplatz. Und auch für die Küche gab es ein neues Regal. Fertig sind wir noch lange nicht, wir brauchen noch einige Ideen für manche ‚Probleme‘, aber es wird werden 😀

Schule: Es wird, es wird 😀

Mein Schulweg hat sich auf 35 Minuten für die Hinfahrt und zw. 35 und 60 Minuten für die Rückfahrt eingependelt. Die Insel ist so wunderschön, dass ich die Fahrt durch die Alleen richtig genieße. Der bFdW hat einen Halter für meinen Bamboo-Cup im Auto installiert – da ist der Frühstückskaffe gesichert 😚

In der Schule läuft es gut, es ist schön, nach dem Reisejahr wieder zu arbeiten. Nach den 7 Wochen kann ich jetzt schon sagen, dass das Lehrerraumprinzip einfach ein TRAUM ist! 👍 Vor allem wenn man Meerblick hat 😎

Inselleben: Es ist klasse!

Ähnlich wie wir es uns vorgestellt hatten, ist es auch. Wir haben wunderschöne Natur um uns herum und genießen das jeden Tag. Zum Glück ist das Wetter immer noch schön und sonnig, das Urlaubsfeeling ist trotz Arbeit immer noch da 😃

Logistisch gesehen gibt es einige Nachteile; schön Shoppen kann an nur in Stralsund auf dem Festland, am Wochenende ist Wohnungswechsel und die Straßen dementsprechend voll. Es gibt einige Baustellen und Straßensperrungen, und da wir die Schleichwege (noch!) nicht kennen, fährt man lange Umleitungen. Die vielen Veranstaltungen (Ironman, Tour d’Allee) führen auch zu Umleitungen; aber da wir begeisterte Besucher sind, ist das auch in Ordnung.

Es gab bisher noch kein Wochenende ohne Event, hier kann man so viel unternehmen. Wir waren schon auf diversen Märkten, Sportveranstaltungen, Herbstfesten, Straßenfesten usw. Heute geht es noch zum Beach-Polo nach Sellin.

Etwas längere Wanderungen werde ich auch bald wieder in Angriff nehmen, hier gibt es so tolle Wege.

Da nächste Woche die einwöchigen Herbstferien starten, wird es bald den nächsten Eintrag geben. 🤗