Heimweg…

Fähre

Ja, jetzt weiß ich, wie es ist, in einem Schiff, auf dem Nordatlantik, während eines Sturms!

Am nächsten Morgen saßen ungefähr 10 wackere Passagiere beim Frühstück, das Meer war kurz vor Torshavn ruhig.

Auch die restliche Überfahrt blieb es ruhig, man spürte keine Bewegung. Herrlich 😉

Leider waren alle Teenager der Faröer an Board und mit der Nachtruhe wurde es wieder nichts. Aber irgendwas ist ja immer.

Zug

Als die Fähre anlegte, hatten ein Schweizer Ehepaar und ich bereits beschlossen, dass wir gemeinsam ein Taxi zum Bahnhof nehmen wollten und eilten gemeinsam die Gangway hinunter. Wir haben den Zug gerade so geschafft.

Nach dreimaligen Umsteigen in Hjorring, Aalborg und Fredericia war die vierte Haltestelle Hamburg. Da der Sparpreis für die 1.Klasse billiger war als das reguläre Ticket bin ich erstmals mondän gereist. Man bekommt Schokolade geschenkt!!!!!!! Das hätte man mir ja auch schon früher mal sagen können😯 Es gab Ritter Sport-Würfel und die Marzipan-Tafel von denen ist vegan 😉

In der Hansestadt hatte ich zwei Stunden Aufenthalt. Um 20.01 Uhr begann die viereinhalbstündige Reise nach Frankfurt Fernbahnhof, dort hatte ich zwei Minuten zum Umsteigen in den ICE 619 nach Ulm, der um 4.52Uhr ankam.

Taxi

Letztendlich war ich dann nach 20 Stunden in Zügen und Bahnhöfen morgens um 6.20 Uhr in Kempten, wo mich ein Taxi nach Hause fuhr.

Überraschung!!!

Ich stürmte mit lautem ‚Überraschung’sgeschrei in die Wohnung. Denn dem besten Freund der Welt habe ich erzählt, dass ich in einem Hotel in Hamburg übernachten wolle und erst am Abend heimkäme.

Jetzt habe ich genau vier Tage Reisepause. Waschen, Arzt aufsuchen (blöde Sache mit meinem Auge: Pupille riesig, lässt sich nicht mehr ’scharfstellen‘), Rucksack lüften, Winter- durch Regenklamotten austauschen usw.

Erholt euch gut, denn weiter geht es nach London, Cambridge, Oxford, SWCP-Wandern, Volunteering auf Lundy, SWCP-Wandern 2.0, Arran und Volunteering mit den Ben Lomond Rangern.

Erst Mitte April bin ich wieder zuhause. Wahrscheinlich nicht lange, denn Finnland und Norwegen warten noch 😉

Im Winter nach Island? – NEIN

Neeeeeeeiiiiiinnnnn!

Das Wetter ist unberechenbar und gefährlich. Ein Wintersturm folgt dem nächsten, ungefähr im 5-Tages-Rhythmus.

Straßen und öffentliche Verkehrsmittel werden geschlossen bzw gestrichen. Man kann nichts anderes tun, als da zu bleiben, wo man ist. Verlässliche Aussagen, wann Bus oder Fähren fahren, gibt es keine. Nicht mal von den Firmen selbst! Und selbst wenn der Bus startet, weiß man nicht, ob er auch zum Endpunkt fahren kann. Oder wie! Ein Bus, in dem ich saß, ist trotz Vollbremsund einen Berg hinuntergerutscht und hat sich um 90 Grad um die eigene Achse gedreht! Sicher ist hier nichts!

Wenn man festsitzt, gibt es in Akureyri oder Reykjavík genug zu erleben, in kleineren Städten wartet man so vor sich hin. Spazierengehen ist auch keine gute Idee, bei einem 120km/h – Wind.

Die Straßenschließungen dienen dem Schutz aller – absolut vernünftig, das zu tun. Da sich die Wetterlage aber stündlich ändert, muss man selbst bei Tagestouren immer wieder die Webseiten kontrollieren. Nach Vík ging es damals bei Sonnenschein los, abends bin ich gerade noch über den Pass zurückgekommen. Durch tiefe Verwehungen, mit klopfendem Herzen macht das so wenig bis keinen Spaß.

In jedem Reiseportal steht, dass man im Winter problemlos hier Autofahren kann, wenn man Fahren im Schnee gewohnt ist. Das ist so nicht richtig. Hier gibt es auf den Straßen eine ca 15 cm dicke Eisschicht, die mit Schnee bedeckt ist. Studs in den Reifen sind da echt eine prima Sache. Der Wind verursacht zudem Schneeverwehungen, die teilweise Autos unter sich bedecken. Jeden Tag werden hier auf den Pässen Autos ausgegraben! Wenn man da keine Decke, Tee oder einen Schlafsack dabei hat, wird es kritisch. Die Windböen am Meer oder in der Nähe von Bergen kommen locker auf 150km/h aufwärts, werfen Busse/Laster/Wohnmobile um und fegen Kleinwagen von der Straße. Seit ich hier bin gab es zig Vorfälle!

So kann man schön vorher planen, was man alles sehen will. Was man sehen kann, steht auf einem anderen Stern. Touristenattraktionen wie Geysir und Gullfoss versucht man zwar zugänglich zu machen, trotzdem gab es aber in den letzten fünf Wochen viele Tage, an dem die Straßen dorthin geschlossen waren. Auf keinen Fall sollte man zu beharrlich sein; was nicht geht, geht nicht!

Das Nordlicht ist zwar eine Attraktion im Winter, aber wenn es bewölkt ist, sieht man sie nicht. Von den fünf Wochen, die ich hier war, gab es ca. sieben wolkenfreie Abende.

Buchungen! Hotels und Tourenanbieter zeigen sich in der Regel kulant, aber eben nicht alle. Viele Touristen, die von der Rettung geborgen werden müssen, sagen, dass sie wegen ihres Hotelzimmer gefahren sind. Verständlich, aber eben auch lebensgefährlich. Wenn http://www.safetravel.is eine Warnung herausgibt, dass man sich NICHT fortbewegen soll, dann hat das einen Grund! Dann verliert man eben sein Geld.

Das Tageslicht ist knapp. Vor 10 Uhr wird es im Januar nicht hell, ab 16 Uhr sollte man in der Unterkunft sein, wenn man nicht im Dunklen fahren will.

Im Sommer dagegen muss man sich wenig Gedanken machen. Man fährt die Ringstraße, kommt auch an abgelegene Naturwunder wie den Dettifoss und kann Buchungen einhalten. Da kann man einen mehr oder weniger ‚sorgenfreien‚ Urlaub erleben und Island so richtig genießen.

Fazit: Für Island – Neulinge empfehle ich eine Ringstraßen-Umrundung im Sommer. Für Wiederholungstäter ist der Winter ein MUSS! Das Land ist trotz aller Einschränkungen WUNDERSCHÖN im Winter, ein Abenteuer jagt das nächste 😀😊😀😊😀

Im Winter nach Island? – JA

Jaaaaaaaaaa! Absolut und definitiv!

Es ist großartig hier im Winter.

Die Landschaft und die Lichtstimmung sind magisch. Der Schnee verstärkt die raue Schönheit der Insel und die Verwehungen sind sehenswert. Auf den Pässen sind sie teilweise meterhoch!

Auch das Eis ist anders. Im Sommer ist es toll, wenn man die Gletschers ungenau sieht, die sich ins Tal schieben. Im Winter, da fallen sie erst auf den zweiten Blick auf; neben dem reinen weißen Schnee hebt sich das bläuliche Eis mit den grauen Aschestreifen ganz anders ab.

Das Wasser, das aus dem Hochland zur Küste fließt, wird im Winter noch sichtbarer, da es gefriert und wie tropfendes, erkaltetes Kerzenwachs an den Bergen klebt. Im Sommer fällt das dagegen nicht so auf.

Das Nordlicht ist DIE Attraktion von Ende August bis Mitte April. Und es war ja für mich einer DER Gründe, die Reise zu dieser Jahreszeit zu machen! Was soll ich sagen? Man muss es einfach gesehen haben. Aber auch hier ist ein Realitätscheck wichtig: So grün wie auf den Bildern ist es selten. Vielmehr sieht man etwas wie weiße Wolkenschlieren, die über den Himmel tanzen und mehr oder weniger stark grünlich schimmern. Dennoch ist es ein absolut bezauberndes Naturphänomen, das einen nur staunen lässt.

Eishöhlen sind der Wahnsinn und eben meist nur im Winter zugänglich. Es gibt eine ‚manmade‘ Höhle, die in einen Gletscher gegraben wurde. Und auch natürliche, in denen man sich wie im gefrorenen Meer fühlt.

Island gehört gerade zu den populärsten Urlaubsländern! Gefühlte 40 Prozent sind Amerikaner, 30 Prozent Asiaten, der Rest wohl Franzosen, Briten, Australier und Deutsche. Ungefähr 80 Prozent davon bewegen sich sich nur auf der Südinsel, 20 Prozent kommen auch in den Norden. Auch im Winter trifft man in Reykjavík wenig Isländer. Aber dennoch ist es lang nicht so wie im Sommer. Man findet spontan Unterkünfte und kann vor Ort entscheiden, ob man Ausflüge machen will. Im Gegensatz dazu hat man von Mai bis August keine Chance, wenn man nicht mindestens ein halbes Jahr vorher gebucht hat!

Zum Hundeschlittenfahren braucht man Schnee 😊

Das Tageslicht wird spürbar mehr und die Dunkelheit ist nicht so erdrückend, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Tag beginnt etwas später, Frühstück-Cafés machen teilweise nicht vor 10 Uhr auf, Museen nicht vor 13 Uhr. Aber daran gewöhnt man sich und gerade für Nachteulen ist das ein guter Rhythmus. Im Februar hat man schon ab 9 Uhr Licht und bis 18 Uhr. Das ist völlig ausreichend!

Soooo kalt, wie man denkt ist es nicht. Die Grundtemperatur ist nicht anders als bei uns; und wenn man sich im windgeschützten Bereich aufhält, ist alles im grünen Bereich.

FAZIT: Island ist im Winter definitiv eine Reise wert. Zwei Dinge sollte man laut Einheimischer bei der Planung beachten. Aufgrund der Winterstürmen sind die Monate bis Dezember und ab Mitte März wettertechnisch besser. Und man sollte viel Zeit mitbringen, um Spielraum für eventuelle Wartezeiten wegen schlechtem Wetter zu haben.

Dann steht einem Winterurlaub nichts mehr im Wege!

10h auf den Faröern

Nach einer krassen Sturmnacht auf der Fähre, in der alle Stühle geflogen sind, der Laden geschlossen werden musste und auch in meiner Kajüte alles auf dem Boden hin- und herrollte, kommen wir um 10 Uhr auf den Faröern an. Wir dürfen das Schiff verlassen und müssen erst um 20 Uhr zurück sein.

Ich freue mich auf den festen Boden unter den Füßen und die frische Luft.

Torshavn

Hier in der Hauptstadt wohnen ca. 12.500 Menschen, die mir aufgrund ihrer Walfang-Leidenschaft suspekt sind! Aber da ich schon mal da bin, betrete ich ‚unter Protest‘ die Insel. Ich hätte eine Glocke mitnehmen sollen und alle paar Minuten ‚Schande‘ rufen sollen. Aber diese Idee kommt zu spät.

Zuerst schaue ich mir das Fort an.

Danach geht es in die Altstadt.

Dann laufe ich in einem kleinen Park alle Wege ab.

Mittagessen!

Es folgt ein Strandspaziergang 😊

Mal sehen, ob ich noch Wifi finde, um die Bilder hochzuladen.

Mail der Fähragentur

Verzweiflung

Nach einer Nacht im ungemütlichsten Bett der Welt lese ich vormittags eine Mail der Fährfirma, dass es aufgrund des zu erwartenden Sturms zu veränderten Abfahrtszeiten kommen kann. Nichts Genauses weiß man nicht, aber es wäre besser, schon Dienstagmorgen in Seyðisfjörður zu sein.

Morgen Früh sollte der Bus nach Seyðisfjörður fahren. Um 9.00 Uhr! Die Fähre sollte am Tag darauf um 20 Uhr abfahren.

Was machen?

Heute den Abendbus nehmen und sicher dort sein? Dafür aber doppelte Übernachtungskosten?

Oder morgen Früh fahren? Was aber, wenn der Bus nicht fährt?

Nochmal eine Woche hierzubleiben wäre definitiv teurer als ein Tag doppelte Übernachtungskosten!

Ich schreibe der Fährfirma eine Nachricht, ob der nächste Morgenbus zeitlich reichen würde und parallel eine Mail an die Unterkunft in Seyðisfjörður, ob ich einen Tag früher kommen könnte.

Beide Antworten sind positiv. Aber was tun?

Ich fahre heute schon!

Ich schleppe also mein Gepäck zum Campingplatz, von wo der Bus fahren soll und es auch tatsächlich tut.

ENDLICH in Seyðisfjörður!!!! Gefühlt dauerte diese Fahrt 10 Tage, seit ich in Reykjavík losgefahren bin und in Borgarnes aussteigen musste.

JETZT ist es mir egal, wann die Fähre fährt. Ich sehe das Fährterminal vom Hostel – Zimmer aus: Ich bin bereit 😀

Und was soll ich sagen? Wieder mal zur richtige Zeit am richtigen Ort:

We are excited here in Seydisfjordur these days for the sun is coming back to the fjord, it left us early november last year. An old tradition is to have coffee and pancakes with whipped cream in every home of Seydisfjordur when the first sunbeam bursts into a window of a home. That happens at a different time in town, but mostly around 18th – 20th of February.

Da bin ich dabei: Zum Glück gibt es vegane Sahne hier im Supermarkt 😀

Finally… Egilstađir

Bus fährt vielleicht

Wie sollte es auch anders sein! Es war nicht sicher, ob der Bus an die Ostküste fahren würde. Das Internet machte widersprüchliche Aussagen, es war auch telefonisch niemand zu erreichen.

Deswegen ging ich nach dem Auschecken zur Bushaltestelle. Ich dachte, wenn ich sehe, dass der Bus um 12.40 Uhr ankommt, weiß ich auch, dass er um 15.35 Uhr fahren wird.

Nur….es kam kein Bus an.

Ich ging ins nächste Café um mich aufzuwärmen und das Wifi zu nutzen. Keine Neuigkeiten des Busunternehmens. Alternativlos lief ich zurück zur Bushaltestelle.

Umso überraschter war ich, als um 15.00 Uhr ein kleiner weißer Bus ankam. Der Busfahrer erklärte mir, dass der große Bus heute Morgen nicht angesprungen sei. Aber er würde fahren.

Sofort sprang ich hinein, schnallte den Deuter neben mich auf den Sitz und genoss den Ausblick auf der dreieinhalbstündigen Fahrt.

Es saßen viele Kinder im Bus, von Vätern hingebracht, von Müttern abgeholt.

Und zwei Deutsche. Wir kamen ins Gespräch. Sie wollen sich mitten im Nirgendwo absetzen lassen und die nächsten 14 Tage mit ihren Touren-Ski und Zelt eine Tour machen. Der Busfahrer rät ihnen ab, da ein Sturm (wie soll es auch anders sein????) aufzieht.

Als sie ausgestiegen sind, diskutieren die Isländer hitzig…ich kann mir denken, worum es geht und am Tonfall merkt man, dass sie die Aktion verantwortungslos finden.

In Egilstađir kämpfe ich mich zum Guesthouse über eine dicke, glatte Eisschicht, welche die Gehsteige überzieht.

Endlich hier! Jetzt trennen mich nur noch 30km von dem Fährhafen und 72h von der Abfahrt. Das sollte machbar sein, oder?

Whalewatching-Tour

Nach der Tagestour zum Myvatn beginnt der nächste Tag mit Ausschlafen. Der Linienbus nach Siglufsfjörđur fährt nicht und so liegt ein Tag vor mir, der bisher ohne Pläne ist.

Ich laufe in die Innenstadt, um während eines Frühstücks zu entscheiden, was ich machen werde.

Spontan entscheide ich, den Sonnentag für eine Whalewatching-Tour zu nutzen.

Ich hab Glück, die Tour ist nicht ausgebucht und so starten wir um 13 Uhr vom Hafen in Akureyri.

Ich stehe fast eine Stunde auf dem Aussichtsdeck und schaue das Fjord an.

Der Wind ist so eisig, dass ich nur noch zitter und Tränen laufen über die Backen. Sobald ich nur ein Foto mache, schmerzen die Fingerspitzen vor Kälte.

Zum Glück vergisst man das schnell, wenn eine Gruppe von sechs Buckelwalen auftaucht. Drei Einzelgänger schwimmen auch noch herum.

Die Gruppe taucht immer in der Nähe des Bootes auf und somit haben wir immer eine tolle Sicht auf diese prächtigen Tiere. Sie atmen drei bis vier Mal, dann tauchen sie wieder für fünf bis zehn Minuten steil nach unten, um Futter zu suchen. Das ist auch der Moment, an dem man die Schwanzflosse sieht.

Die Zeit bei den Walen vergeht trotz Kälte wie im Flug. Während der Rückfahrt sitze ich im Inneren des Boots und lasse mich durch die Fensterscheibe von der Sonne aufwärmen.

Ich jogge fast zum Hostel zurück, um wieder warm zu werden. Suppe und Tee wärmen zusätzlich von innen 😊

Auf Facebook werde ich ein Video hochladen, das geht hier leider nicht.

Day-trip to lake Myvatn

Die Sonne schiebt ganz langsam die Wolken weg, während ich müde (die Nordlichtjagd war erfolgreich, Bilder folgen 😀😊😀😊) vor dem Hostel stehe und überlege, ob ich auch wirklich gerichtet bin. Habe ich genügend Schichten an? Thermoskanne mit heißem Tee gefüllt? Powerbank auch im Rucksack?

Schließlich biegt der Bus um die Ecke und Gísli bringt ihn direkt vor mir zum Stehen. Mit einem gewohnt lockeren Spruch ‚May I get your number today, honey?‘ will er die Buchungsnummer haben, nur um dann vorzugeben, dass er zutiefst verletzt ist, dass man wieder nicht seine Handynummer angegeben hat.

Ich hab fünf Touren mit Saga-Travel unternommen, vier davon ist ‚Number One‘ gefahren. Oh well……. 😉

Zuerst haben wir am Gođafoss angehalten, was ziemlich gut war, denn die Sonne blinzelte gerade so über die Bergspitze und außer uns waren keine anderen Besucher da.

Dann ging es ans Südufer des Myvatn-Sees zu den Pseudokratern; nachdem wir alle versprochen hatten, nicht verlorenzugehen, durften wir den kleinen Rundweg laufen.

Auf das Dummborgir war ich besonders gespannt, denn in dieser Lavalandschaft, die einem Labyrinth ähnelt, hat es mir im Sommer schon gut gefallen. Ich jogge fast den ‚mittleren‘ Rundweg, um wieder rechtzeitig am Bus zu sein.

Nach dem Ausguck über den See (hier wurden Szenen für GOT, Staffel 3 gedreht,

ging es weiter zur ‚love-cave‚. Der Riss zwischen der eurasischen Platte und der nordamerikanischen Platte ist hier gut zu sehen. Jedes Jahr kommen 2,5 cm dazu. Er zieht sich übrigens durchs ganze Land, im Pingvellir – Park bin ich darin geschnorchelt. Gísli warnt uns davor, hineinzufallen, denn dann kämen wir in Australien wieder heraus und zwischendrin wäre es sehr heiß. Haha!

Der Zugang zur Höhle ist vereist, zum Glück war ich im Sommer drin. Das ist Drehort der berühmten Szene mit John Snow und Ygritte. Deswegen der Name 😉

Ich habe Gísli gefragt, ob er Schauspieler gesehen hat. Er antwortete, dass er im Café neben ihnen gesessen hätte, aber er hätte keinen einzigen erkannt 😂😂😂😂😂😂

Die Steamer sind der vorletzte Stop. Wie schon im Sommer ist der Gestank nach faulen Eiern sehr gewöhnungsbedürftig bis ekelerregend. Trotzdem ist es toll zu erleben, wie nah hier in Island Feuer und Eis beieinander liegen.

Gísli wollte uns dazu bringen, Bilder mit nackigem Hintern über dem Dampf zu machen und dann als Profilbild zu nehmen. Nicht mal die Teilnehmer aus Fernost, die sonst für jede Pose zu haben sind, machen es 😂

Das Myvatn-Naturebath wartet am Schluss der Tour und lädt zum Entspannen ein. Nur fünf Autos stehen auf dem Parkplatz, als wir dort eintreffen.

Auf dem Rückweg genieße ich die Landschaft, die wirklich atemberaubend ist.

Als Number one mich im Hostel abliefert, bietet er mir 50% Rabatt auf die Nordlichttour heut Abend an. Aber besser als gestern kann es nicht mehr werden. Obwohl?!?

Migräne-Spaziergang

Auf eine weitere Migränenacht folgt ein weiterer Migränetag.

Nachdem der Magen leer ist, geht es etwas besser.

Ich versuche, sie zu ignorieren und laufe los.

Nach dem Spaziergang pocht mein Kopf und ich bin froh, wieder im Hostel zu sein.

Heute Abend geht es nochmal auf Nordlichttour; da es gestern außer einer dicken Wolkendecke nichts zu sehen gab, darf ich heute nochmal mitfahren. Der Alarm ist (noch!) auf 5, leider könnte es wolkig sein.

Morgen hab ich volles Programm, Der Myvatn-See wartet 😊

Der Plan ist, bis dahin keine Migräne mehr zu haben. Toi, toi, toi!