Ausflug im Mini-Bus

Tja, wenn man das fußlahme Programm bucht, zählt der eintägige Mini-Bus-Ausflug zu den Highlights schlechthin. 

So wurde ich mit 14 anderen Urlaubern um 9 Uhr von unserem gutgelaunten Fahrer Mark begrüßt und in den 16-Sitzer verfrachtet. Und der Tag lief besser als erwartet 😉.

Zuerst fuhr er uns zum ‚White Horse‘ von Kilburn. 

Es ist nur eins von 17 Pferden dieser Art in England und wurde vor ca. 100 Jahren von einem Lehrer und Schülern in den Hang geschlagen, um Touristen anzulocken. Was soll ich sagen, es funktioniert 😂

Anschließend sind wir nach Helmsley gefahren, eine Marktstadt im Nationalpark, deren Durchschnittsalter bei 55 liegt. Da es keine Schule gibt, müssen Familien mit Kindern wegziehen. 

Die Fahrt durch den Nationalpark war absolut atemberaubend!!! Das Moor ist der Wahnsinn und ich könnte Stunden hier sitzen und die karge Gegend anschauen. Mark erzählte viele Geschichten und lieferte Informationen über das Leben früher und heute. So darf beispielsweise nichts gebaut werden, ohne die Nationalpark-Behörde zu fragen. Kinder werden entweder Farmer oder ziehen weg, denn außer dem Tourismus gibt es keine andere Einnahmequellen.  Supermarktketten und Café – Ketten sind verboten, nur lokale Produkte werden angeboten. Klingt vernünftig!

Das Kreuz hat eine traurige Geschichte.
 Ein Pilger ist hier in einem Schneesturm gestorben, weil er sich keine Nacht im Pub leisten konnte. Der Farmer, der ihn gefunden hat, hat daraufhin das Kreuz in Auftrag gegeben. An den Seiten sind oben Mulden hineingeschlagen und die Besucher sollen einen Penny hineinlegen. Als Pilger darf man sich diese mit seinem Wanderstock herausfischen und davon ein Zimmer bezahlen.

Vom Park aus ging es nach Whitby, ein lebhafter Hafenort mit den Ruinen einer Abbey. Angeblich gibt es hier die besten Fish&Chips. 

Auf dem Rückweg gab es noch die Möglichkeit, 5 Meilen mit einer historischen Eisenbahn zurückzulegen, die rein von Freiwilligen betrieben wird. Hier wurden auch die Szenen vom Bahnhof Hogsmead in Harry Potter gedreht. Dieses Wochenende findet das ‚1940er-Fest‘ statt, man hat den Bahnhof so dekoriert, als wäre der 2.Weltkrieg. Auch Panzer und RAF-Flugzeuge werden herangekarrt. Naja, lebendige Geschichte 😮😏😊

Fazit: An einem Tag habe ich viel gesehen und musste mich um nichts kümmern. Vielleicht mach ich sowas mal wieder 😉

3 Kommentare zu „Ausflug im Mini-Bus

  1. Wie cool! An so etwas hatte ich gar nicht gedacht sondern tatsächlich nur an eine Fahrt mit dem Linienbus, die auch schon spektakulär ist 😁 aber das klingt ja mal richtig gut! Kannst ja umschwenken und den Coast to Coast wandern; da haste ganz viel Moors 😉

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  2. Ja genau, lauf mal irgendwann den C2C-Walk! Das haben wir 2014 gemacht und sind seitdem in das Wandern in England verliebt. Der Weg ist besonders reizvoll wegen der Küsten am Anfang und Ende und wegen der abwechslungsreichen Landschaft. Man läuft durch den Lake District (toll), die Yorkshire Dales (noch toller) und dann noch das North York Moor. Letzteres fanden wir nicht ganz so toll wie die anderen, aber auch sehr schön.
    Richtig viel Moor hast du natürlich auf dem Pennine Way. Da ist es ja schon mal eine gute Voraussetzung, wenn du die Moors magst, 🙂

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